Sonntag, 17. Februar 2008

Whistler

Am Freitagnachmittag nehme ich den Bus von der Pacific Central Station um 1.00 Uhr. Das Billett für Hin- und Rückfahrt inkl. 2 Tageskarten kostet $ 175.—( Die Tageskarte in Whistler kostet für 2 Tage $ 166.--). Zwei Busse fahren nach Whistler, mein Bus fährt weiter bis nach Pemberten. Die Fahrt geht dem Meer entlang bis Sqamish dort fängt es an zu steigen und langsam geht der Dauerregen in nassen Schnee über.
In Pemberten erhalte ich auf der Tankstelle wie versprochen die Angaben (Plan) über den Ort meiner Unterkunft. Entlang der Hauptstasse natürlich ohne Trottoir, im Pflotsch komme ich nach 10 Min. zu meinem Hostel. Kim empfängt mich freundlich und erklärt mir, wie ihr B&B funktioniere und zeigt mir mein Zimmer. Ich gehe anschliessend noch ins Dorf und entscheide mich zu Hause zu essen. Ich kaufe mir die notwendigen Zutaten für ein Sandewitch, mit richtigem frischen Brot, ein Bier und eine Flasche Wein.
Beim Nachtessen lerne ich Julien den einzigen anderen Mitbewohner kennen. Er kommt ursprünglich aus Frankreich, ist nach Sydney ausgewandert und macht zurzeit ein Jahr Ferien und weilt momentan für 3 Monate zum Snowboard fahren in diesem B&B.
Nachdem ich den Fahrplan studiert habe entscheide ich mich am morgen früh aufzustehen und den 07.00 Bus nach Whistler zu nehmen.
Am Samstagmorgen ist der Himmel mit Wolken verhangen. Ich nehme kurz nach 8.00 Uhr die Gondelbahn Richtung Whistler Mountain. Die Bergstation ist über dem Nebel. Ein wunderbarer Skitag kann beginnen.
Am Nachmittag erfahre ich von einem deutschen Touristen, dass die Strasse nach Whistler am Freitagnachmittag nach drei Uhr für über 5 Stunden gesperrt war. – da hatte ich ja nochmals Glück.
Die ersten Lifte stellen bereits um 2.30 ab, um 4.00 Uhr gibt es keine Möglichkeit mehr, eine Bahn zu benützen. Ich nehme noch knapp vor vier Uhr die letzte Gondelbahn. So habe ich den Tag voll und ganz ausgenützt. Ich stelle meine Skis ein und spaziere noch durchs Dorf und trinke ein Bier bis mein Bus zurück nach Pemberten fährt. Whistler ist bezüglich luxeriösem Angebot und Preisen mit St. Moritz vergleichbar. Hat doch mein Bier im Strassencafé 8$ gekostet.
In Pemberten kaufe ich Tortelinie und koche sie zu Hause. Julien kommt nicht nach Hause und Kim erzählt mir später, dass er beim Snöben Unfall gemacht habe.
Am Sonntagmorgen gehe ich wieder auf den 7 Uhr Bus der bis auf den letzten Platz besetzt ist. Kurz vor acht Uhr bin bei klarem Himmel an der Talstation. Punkt acht Uhr können die ersten die Bahn besteigen. Zuerst gehe ich Richtung Blackcomb Mountain. Mit den ersten Sonnenstrahlen komme ich oben an. Ein fantastischer Skitag kann beginnen.
Die Kanadier sind sehr diszipliniert und organisiert im anstehen. Bei den Sesselliften gibt es mehrspurige Kollonen und bei der Gondelbahn stellt man sich einfach in eine Reihe die fast durchs halbe Dorf geht. Trotz dieser lang scheinenden Kolonnen habe ich nur zweimal 15 Minuten und vielleicht 3 mal 10 Minuten anstehen müssen.
Obwohl sehr viele Leute am Ski fahren sind, fahre ich auf einer breiten Piste ganz alleine und geniesse die Fahrt mit langen Schwüngen. Unterwegs mache ich einen Halt um zu fotografieren. Während dieser Zeit fahren drei Skifahrer an mir vorbei, nachher habe ich die Piste wieder für mich alleine.
Ich rede nicht viel, aber oft endet das Gespräch in Deutsch, weil mein Gesprächspartner oder Gesprächspartnerin ursprünglich aus der Schweiz oder aus Deutschland stammt.
Neben vielen gut präparierten Pisten gibt es einige sehr steile Couloirs, die oft mit engen Einstiegen und hohen Buckeln etwas Mut erfordern um die Piste zu befahren. Der Big Bang beim Horstmann Hut war für mich knapp noch zu bewältigen.
Zum Abschluss fahre ich vom Whistler Mountain das „Grande Finale“ und kurz nach 4 Uhr bin ich bei der Bushaltestelle. Dort erhalte ich den zweitletzten Platz im ersten von mehreren Bussen die um 16.30 Uhr Richtung Vancouver fahren. Bei Sonnenuntergang fahren wir wieder am Meer entlang. Auf der Fahrt erleben wir ein wunderbares Abendrot. Ursula wäre begeistert gewesen.
Nach drei stündiger Bußfahrt kommen wir im Zentrum von Vancouver an. Ich steige auf den Trolly um und bin um 8 Uhr, nach einem fantastischen Wochenende, wieder zu Hause.




Whistler


Wetter am Samstag


Whistler Mountain am Sonntag



Blackcomb am Sonntag

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